Klassenkampf von oben.
Verfasst: Sa Mär 07, 2026 8:25 am
Im Konkret Magazin findet sich ein Interview mit der Autorin und Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner über das Thema
»Kämpfe um arbeitsfreie Zeit haben ein utopisches Moment«
https://konkret.prenly.com/p/konkret/28 ... 1/70307941
Hierzu ist vorweg zu bemerken, dass die Autorin sowie die Interviewerinnen vom Problem selbst nicht betroffen sind.
Eine Autorin muss ja z.B. keine Bücher schreiben. Sie wird nicht von der Bourgeoisie zur Arbeit genötigt, sondern sie arbeitet aus innerem Antrieb.
Offensichtlich haben wir es hier mit einem Gespräch zwischen zwei Partnern zu tun, die vom Thema nicht selbst betroffen sind.
Es ist so, als würden sich zwei Kühe übers Eierlegen unterhalten.
Im Allgemeinen ermöglichen Spiegelneuronen dem Menschen Empathie.
Aber sie sind auch Ursache für wahnhaftes Verhalten, wenn sie nämlich kein reales, empfindsames Leben spiegeln, sondern ideologischen Mist.
So hat sich nach Auffassung von Frau Birner in den letzten 150 Jahren mindestens hinsichtlich der Arbeitswelt nichts geändert. Die bedauernswerten Lohnarbeiter kämpfen gegen die Bourgeoisie wie zu Kaisers Zeiten.
Dabei haben wir es heute mit der Monetarisierung der Reproduktionsarbeit zu tun.
Das hat mit Kapitalismus nur am aller Äußersten Rande zu tun, denn Kapitalismus ist eine Gesellschaftsordnung in der Warenproduktion die vorherrschende wirtschaftliche Aktivität ist und die Produktionsmittel in privaten Händen sind. Das Kapital konnte sich im Kapitalismus frei auf dem Erdball bewegen und dort akkumulieren, wo die Gewinne am höchsten waren.
Diese Gesellschaftsordnung war schnell zu Ende. Mit der Entstehung der Nationalstaaten erwuchsen dem Kapital undurchdringbare Mauern, die seine Bewegungsfreiheit auf den Nationalen Laufstall begrenzten.
Seitdem gibt es keine globale Bourgeoisie und auch keine globale Arbeiterklasse mehr, sondern nur noch Völker, die sich im Nationalstaat organisieren. Die Konflikte zwischen Kapital und Arbeit verwandelten sich in wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen zwischen dem Anteil der Wirtschaftlichen Leistung der für den Konsum und dem Anteil, der für Investitionen bereitgestellt werden soll.
Der Berührungspunkte zwischen Kapitalismus und unserer Welt ist einzig die Tatsache, dass in beiden Systemen die Verteilung der materiellen Güter über Geld geregelt wird. Um am gesellschaftlichen Reichtum partizipieren zu können ist der Zugriff auf Geld notwendig.
Und die Existenz von Geld ist für die beiden Gesprächspartner ausreichend, um in ihren ideologischen Bunker zu verharren.
So kann man ohne Zögern folgende Frage diskutieren
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesel ... ilien.html
Zurück zu Thema Arbeit:
Gesucht wird eine Arbeit mit der sich »Familie und Beruf vereinbaren« lassen.
Es gibt also Arbeit, Beruf und Familie.
Hier ist förmlich zu erspüren, dass Arbeit unterschiedliche Charaktere hat.
Erwerbsarbeit ist ungleich Beruf oder Berufung?
Solche Fragen oder Gedanken treiben einen Menschen der alles weiß, ohne es anzufassen nicht um.
Vorweg wird erstmal ein allgemeines Unbehagen erzeugt. Dem Lohnarbeiter werden die Ketten verpasst, die er gemäß Ideologie zu tragen hat.
Die Menschen gehen also völlig fehlgeleitet mit ihrer Freizeit um.
Was muss warum wie geändert werden.
Heute arbeiten mehr Menschen in der freien Wohlfahrtspflege als in der Landwirtschaft.
Links war mal international, Weltrevolution!
»Kämpfe um arbeitsfreie Zeit haben ein utopisches Moment«
https://konkret.prenly.com/p/konkret/28 ... 1/70307941
Hierzu ist vorweg zu bemerken, dass die Autorin sowie die Interviewerinnen vom Problem selbst nicht betroffen sind.
Eine Autorin muss ja z.B. keine Bücher schreiben. Sie wird nicht von der Bourgeoisie zur Arbeit genötigt, sondern sie arbeitet aus innerem Antrieb.
Offensichtlich haben wir es hier mit einem Gespräch zwischen zwei Partnern zu tun, die vom Thema nicht selbst betroffen sind.
Es ist so, als würden sich zwei Kühe übers Eierlegen unterhalten.
Im Allgemeinen ermöglichen Spiegelneuronen dem Menschen Empathie.
Aber sie sind auch Ursache für wahnhaftes Verhalten, wenn sie nämlich kein reales, empfindsames Leben spiegeln, sondern ideologischen Mist.
So hat sich nach Auffassung von Frau Birner in den letzten 150 Jahren mindestens hinsichtlich der Arbeitswelt nichts geändert. Die bedauernswerten Lohnarbeiter kämpfen gegen die Bourgeoisie wie zu Kaisers Zeiten.
Dabei haben wir es heute mit der Monetarisierung der Reproduktionsarbeit zu tun.
Das hat mit Kapitalismus nur am aller Äußersten Rande zu tun, denn Kapitalismus ist eine Gesellschaftsordnung in der Warenproduktion die vorherrschende wirtschaftliche Aktivität ist und die Produktionsmittel in privaten Händen sind. Das Kapital konnte sich im Kapitalismus frei auf dem Erdball bewegen und dort akkumulieren, wo die Gewinne am höchsten waren.
Diese Gesellschaftsordnung war schnell zu Ende. Mit der Entstehung der Nationalstaaten erwuchsen dem Kapital undurchdringbare Mauern, die seine Bewegungsfreiheit auf den Nationalen Laufstall begrenzten.
Seitdem gibt es keine globale Bourgeoisie und auch keine globale Arbeiterklasse mehr, sondern nur noch Völker, die sich im Nationalstaat organisieren. Die Konflikte zwischen Kapital und Arbeit verwandelten sich in wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen zwischen dem Anteil der Wirtschaftlichen Leistung der für den Konsum und dem Anteil, der für Investitionen bereitgestellt werden soll.
Der Berührungspunkte zwischen Kapitalismus und unserer Welt ist einzig die Tatsache, dass in beiden Systemen die Verteilung der materiellen Güter über Geld geregelt wird. Um am gesellschaftlichen Reichtum partizipieren zu können ist der Zugriff auf Geld notwendig.
Und die Existenz von Geld ist für die beiden Gesprächspartner ausreichend, um in ihren ideologischen Bunker zu verharren.
So kann man ohne Zögern folgende Frage diskutieren
Hinsichtlich der Familie ist es gut zu wissen, dass nur in rund 1/4 aller Haushalte in Deutschland Kinder leben und nur in rund 1/5 aller Haushalte leben minderjährige Kinder. Alleinerziehend sind rund 1,6 Mio. Haushalte.Konkret hat geschrieben: Anne Zerr von der Linkspartei hielt dagegen: Nicht mehr, sondern »bessere Arbeit«, mit der sich »Familie und Beruf vereinbaren« lassen, sei nötig. »Bessere Arbeit« – das ist doch keine linke Utopie!
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesel ... ilien.html
Zurück zu Thema Arbeit:
Gesucht wird eine Arbeit mit der sich »Familie und Beruf vereinbaren« lassen.
Es gibt also Arbeit, Beruf und Familie.
Hier ist förmlich zu erspüren, dass Arbeit unterschiedliche Charaktere hat.
Erwerbsarbeit ist ungleich Beruf oder Berufung?
https://www.die-linke-grundeinkommen.de ... kommen.pdfMarx hat geschrieben:In einer höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft, nachdem die knechtende Unterordnung der Individuen unter die Teilung der Arbeit, damit auch der Gegensatz geistiger und körperlicher Arbeit verschwunden ist; nachdem die Arbeit nicht nur Mittel zum Leben, sondern selbst das erste Lebensbedürfnis geworden; nachdem mit der allseitigen Entwicklung der Individuen auch ihre Produktivkräfte [10] gewachsen und alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller fließen – erst dann kann der enge bürgerliche Rechtshorizont ganz überschritten werden und die Gesellschaft auf ihre Fahne schreiben: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!
Solche Fragen oder Gedanken treiben einen Menschen der alles weiß, ohne es anzufassen nicht um.
Vorweg wird erstmal ein allgemeines Unbehagen erzeugt. Dem Lohnarbeiter werden die Ketten verpasst, die er gemäß Ideologie zu tragen hat.
Die Arbeitskraft wird zugerichtet, der Mensch steckt im Korsett ist bar freier Entscheidungen. Das Menschen Kinderwunsch hegen könnten, Hobbys nachgehen oder einfach nur am Ofen sitzen und dösen wollen, passt nicht in den Bunker.Birner hat geschrieben: Man kann es so sehen: Große Teile der Bevölkerung setzen sich so intensiv mit Arbeitszeitfragen auseinander, wie seit Jahrzehnten nicht mehr – zum Beispiel durch die Aufteilung der Kindererziehung und noch stärker durch das Unbehagen an der Zurichtung zur Arbeitskraft. Damit einher geht oft der Wunsch, eine Lösung zu finden, um vielfältigen Ansprüchen gerecht zu werden.
Freie Zeit ist fremdbestimmt von der kapitalistischen Totalität. (soll vermutlich heißen, dass alles Geld kostete) und hat keinen emanzipatorischen Gehalt.Birner hat geschrieben: Jedoch ist freie Zeit, wie gesagt, zunächst von der kapitalistischen Totalität bestimmt, und dabei verfehlt Zerr den emanzipatorischen Gehalt von freier Zeit.
Die Menschen gehen also völlig fehlgeleitet mit ihrer Freizeit um.
Hier verschmilzt Arbeit + Beruf + Familie nebenbei wieder zur lästigen Arbeit, die zu koordinieren ist. Kurz, die Freizeit ist schon wieder weg.Birner hat geschrieben: Er besteht nicht darin, Arbeit besser zu koordinieren, ....
nicht möglich mit Familie und Kinder, und / oder Beruf?Birner hat geschrieben: ... sondern Selbstentfaltung ... .
genau, der Prolet muss ja die Welt befreien, so steht es ja in der ArbeiterbibelBirner hat geschrieben: ... politisches Engagement freizusetzen ...
Links soll es sein, gesellschaftliche Verhältnisse umzuwerfen? Nein Frau Birner, Links sein war immer positiv progressiv konstruktiv.Birner hat geschrieben: ... – aus linker Sicht: die gesellschaftlichen Verhältnisse umzuwerfen.
Was muss warum wie geändert werden.
Heute arbeiten mehr Menschen in der freien Wohlfahrtspflege als in der Landwirtschaft.
Wer auf einer Dimension festgezurrt ist, und von einer wie auch immer gearteten Revolution träumt, ohne auch nur ein einziges Problem mit der Welt, in der er lebt, zu haben hätte zwar ausreichend Zeit sich ein anderes Leben vorzustellen aber weder Veranlassung noch Phantasie dazu.Birner hat geschrieben: Wer auf zwei Dimensionen festgezurrt ist, also mit Arbeit und Sorgearbeit ausgelastet, hat noch nicht mal Zeit, sich ein anderes Leben vorzustellen.
Und hier mutiert die Posaune wieder zum vermeintlichen Sprachrohr für die rund 10 Mio. Armen unserer Gesellschaft.Birner hat geschrieben: Frigga Haug hat das meines Erachtens präzise erfasst. Am stärksten betrifft das die Massen an prekär und doppelt Beschäftigten, die sechs oder sieben Tage in der Woche arbeiten, um über die Runden zu kommen.
Links war mal international, Weltrevolution!